Die wichtigsten Ereignisse im ganzen Schema sind zwei Fallen. Der Spring lockt Verkäufer unter die Unterstützung — und kehrt um. Der Upthrust lockt Käufer über den Widerstand — und fällt zurück. Beide sind der letzte Test, bevor der wahre Trend beginnt.
Stop-Orders sammeln sich knapp unter der Unterstützung und knapp über dem Widerstand. Der Composite Man weiß das. Ein kurzer Stoß über diese Marken löst die Stops aus — und liefert ihm Liquidität, um seine Position zu vollenden. Genau hier wechselt die Ware ein letztes Mal den Besitzer.
Der Kurs fällt unter die Unterstützung der Akkumulations-Range. Verkäufer und Stops werden ausgelöst — doch statt zu fallen, kehrt der Kurs schnell in die Range zurück. Das Angebot war eine Illusion. Bullisches Signal.
Der Kurs schießt über den Widerstand der Distributions-Range. Ausbruchskäufer und Stops werden ausgelöst — doch der Kurs fällt sofort zurück. Die Nachfrage war erschöpft. Bärisches Signal.
Ein Bruch unter die Unterstützung ist nur dann ein Spring, wenn der Kurs zurückkehrt. Schieben Sie die Rückkehr — und das Test-Volumen — und sehen Sie, wann aus einem Kaufsignal ein echter Zusammenbruch wird.
Faustregel: Ein Spring auf niedrigem Volumen ist am stärksten — er beweist, dass keine echten Verkäufer mehr da sind. Hohes Volumen beim Bruch, das nicht zurückgekauft wird, ist dagegen ein echter Zusammenbruch.
Nicht jeder Spring ist gleich. Wyckoff-Trader unterscheiden nach der Menge des verbliebenen Angebots — je weniger Widerstand, desto höher die Qualität.
Drei Gedanken zu Spring und Upthrust.
Spring und Upthrust lösen bewusst Stops aus, um der starken Hand die letzte Liquidität zu liefern.
Erst die schnelle Rückkehr in die Range verwandelt einen Bruch in einen Spring bzw. Upthrust.
Niedriges Test-Volumen bedeutet erschöpftes Angebot — das stärkste Signal. Hohes Volumen mahnt zur Vorsicht.